Nachdem wir 3 Tag unsere Wohnung ausgeräumt  und entschieden haben, was wir auf die Fahrradreise mitnehmen und was schicken wir nach Großbritannien, dachten wir, dass wir am Sonntag eigentlich durch sein müssten. Pustekuchen – trotz einer 33 m² Wohnung, nahm das ganze kein Ende. Die Pareto-Regel hatte auch hier voll zugetroffen. In 20 % der Zeit war 80 % erledigt, aber die restlichen 20% der Sachen nahmen 80 % der Zeit in Anspruch. Auf jeden Fall war es dann am Dienstag um 1:38 vollbracht. Wir hatten also noch 2:15 h zum Schlafen bevor es um 5:01 mit Zug los ging in Kiel.

Drei Runden aussortieren

Es war einfach schwierig zu entscheiden was sollte mit und was bleibt da. Zu Anfang sollten 110 kg nach Großbritannien – das war definitiv zu viel! Also sortierten wir kräftig aus – am Ende sind es aber doch noch 70 kg geworden (1x 30 kg, 2x 20 kg Pakete).

Noch schwieriger war es zu entscheiden was auf die Fahrradtour mit sollte – auch hier hatten wir anfangs viel zu viel! Nachdem wir dann jeden Menge Dinge über Board geworfen haben, gefühlt mindestens die Hälfte waren wir am Ende soweit, dass wir es zumindest gut transportieren konnten. Wir haben dann während der Zugfahrt auch schon so manchen Hohn geerntet, dass wir doch immer noch recht viel dabei haben und wir sicher noch was nach Hause schicken werden – wir werden sehen. Ein Gegenstand haben wir schon ersetzt und dafür einen nach Haus geschickt – dazu aber später mehr LINK.

4:00 morgens – Aufbruch zum Zug in Kiel

Der Gepäckständer von Tabeas Fahrrad gibt einfach nach – ein Fahrrad mit ca. 24 kg Gepäck ohne Fahrradständer ist nicht tragbar. Aber wir machen erst einmal das beste draus – wir werden das reparieren lassen in Berlin. Wir machen uns also auf und steigen in Zug nach Hamburg Hbf – nach ein paar Anrollversuchen des Zuges bleibt er immer wieder stehen – wir kommen nicht weg. Nach 10 Minuten heißt es, bitte nehmen sie den Ersatzzug auf dem anderen Gleiß, dieser Zug hat ein technisches Problem. 20 Minuten später brechen wir auf. Wir sollten eigentlich den Zug um 5:27 nehmen und hätten in Hamburg Hbf 10 Minuten Umsteigezeit gehabt – das war uns aber zu knapp – somit sind wir also um 5:01 mit dem Zug los – nun also mit Verspätung. Gerade mit dem Fahrrad über die Fahrstühle auf dem Bahnsteig angekommen kommt die Durchsage – dieser Zug fällt aus. Also geht es dann 1 Stunde später weiter und zwar nicht mit einem Fernzug sondern mit einem Regionalzug mit einem Umstieg nach Berlin. Statt um 9:00 Uhr kommen wir jetzt 12:30 in Berlin an. Auf dem Bahnsteig geht dann das nächste Teil kaputt. Die Anschlussbuchse zur Stromversorgung meines Smartphone womit ich mein Fahrrad steuere und gleichzeitig Navigationssystem ist kaputt (COBI  Plus für Ebikes – so heißt das System). Auch hier braucht es ein Ersatzteil.

Ersatzteil besorgen in Berlin

Der vorherige Fahrradständer war aus Aluminium – wir tauschen den Ständer gegen einen aus Stahl aus und nehmen gleich noch einen Ersatz für das Fahrrad von mir mit – denn der Ständer bewegt sich auch schon bedrohlich. Ich erwarte, dass dieser auch irgendwann einknickt.

Deutlich schwieriger gestaltet sich die Suche nach dem Ersatz für das COBI. 10 Anrufe später habe ich ein Fahrradgeschäft in Berlin gefunden, welches mein COBI da hat, zwar nicht exakt dasselbe – aber ein passendes. Vor Ort stellen wir fest, dass das Teil was kaputt ist separat ausgetauscht werden kann.

Ich besorgen noch zwei weitere Dinge in Berlin und fahre letztendlich 28 kg quer durch Berlin – Stress pur – ich bin 4,5 h in Berlin unterwegs. Die Tabea habe ich mit all meinem Gepäck in einem Park abgesetzt, damit ich schneller die Dinge besorgen kann.

Übernachtung in München

Wir kommen mit nicht relevanter Verspätung bei unserer AirBnB-Unterkunft an – wir werden freundlich empfangen und haben eine weitere kurze Nacht von 6 h – immer hin. Es geht weiter nach Verano …  dies erzähle ich aber hier LINK.

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